18 Kommentare zu „versuch“

  1. Ich mag diese Schnörkellosigkeit mit der du auf den Punkt kommst,
    ohne dabei aufzuhören zu träumen.
    Irgendwie ist das poetischer Minimalismus.

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    1. zu träumen will ich mir nicht nehmen lassen, nie und nimmer.
      und die dinge dann auf wenige worte zu kondensieren (ver-dichten), das wär mein ziel… aber da steh ich erst am anfang eines langen, langen weges. — der umso leichter zu begehen ist, wenn einem solches feedback mitgegeben wird! tausend dank dafür!!

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        1. 🙂 das oberste ziel – und das schwierigste…
          aba meine momentane situation zeigt mir: ich kann gar nicht anders sein als ich selbst. 🙂 und wills auch nicht mehr.

          mit „langem weg“ war weniger der zur qualität, zum „gut“ sein gemeint, sondern der, schicht für schicht abzutragen, was sich da an beiwerk in wesen, sprache und sein angesammelt hat…

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            1. s gut gespürt, quoqu. hatte die langversion schon getippt, mich aber ob des ortes für die kurzantwort entschieden.

              dennoch kann mein statement – auch hier – verdichtet werden auf: weil ich an die macht des wortes glaube.
              zu wenige verfehlen, zu viele entkräften ihre aussage und wirkung.

              ich bin ein mensch, der zu oft verwässert und zu viele worte benutzt, weil ich damit kämpfe, mich festzulegen. mein schreiben ist meine umschulung diesbezüglich…
              soweit der persönliche zugang. darüber hinaus bin ich der meinung, dass lyrik von genau dieser kondensation lebt. denn nur die reduktion schafft freiraum zur interpretation (und rezeption).

              und jetzt bin ich sehr gespannt auf deinen input…

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                1. Das erste mal mit dem Handy online, im halbSchlaf und schon ausversehen den eigenen Kommentar geliked, weil es logisch ist, dass man rechts scrollend den Bildschirm bewegt und damit, ohne visuelle Anzeige, links den Kommentar liked. Klar was sonst, Schwachsinn.

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              1. das kommentar verfassen fenster war jetzt 12 stunden offen, und hat in mehreren anläufen mehrere inhalte und ansätze gesehen.
                aber das alles hat mich nicht zufrieden gestellt.
                ich bin mir aber immer noch nicht sicher wie ich mich nun nähern soll – fremd, freundlich, oberflächlich oder eher neutral, argumentativ oder komplett persöhnlich.

                willst du konkrete gedanken mit begründungen oder nur fragen dazu?
                soll ich dir erklären warum ich den begriff kondensation hier für falsch halte oder reicht die blose erwähnung dich zum nachdenken zu bringen und zur selbsterkenntnis zu führen? möchtest du meine gedanken dazu hören, inwiefern das zuviel, an das ich denke bei dem satz, nur auf einer emotionalen ebene eine rolle spielt; dass die aussage sehr allgemein und irgendwo ein punkt ist, aber desswegen nicht unbedingt für das thema relevant wird; warum zuviel nicht gleich überflüssig ist oder wesswegen (unverhältnismäßige) reduktion zu sinnlosen missverständnissen führt, nuancen, die wichtig sind für bestmögliches verstehen, verschluckt, und zutiefst schädlich ist für eine ernsthafte unterhaltung?
                ich könnte dich fragen woher deine eigenwahrnehmung ihr selbstbewusstsein nimmt, der anzahl deiner worte die schuld zu geben, dass deine aussagen verwässern würden/nicht richtig ankommen, anstatt zb. der mangelnden aufmerksamkeit deiner mitmenschen oder der degenerierten vorstellung alles müsse in tweetlänge erklärt werden können, die manche fast zu haben scheinen.
                ich könnte dich aber auch zum vorletzten satz fragen warum interpretation freiraum in der lyrik brauchen sollte, wie häufig die dringlichkeit danach besteht, ob du sicher bist das NUR die reduktion das schafft, welche reduktion du genau meinst.
                damit habe ich jetzt nur kurz versucht anzuschneiden woraus mein input bestehen könnte und worüber es sich noch reden ließe.

                aber davon abgesehen
                „ich bin ein mensch, der zu oft verwässert und zu viele worte benutzt, weil ich damit kämpfe, mich festzulegen. mein schreiben ist meine umschulung diesbezüglich…“
                damit hast du meine frage soweit erst mal beantwortet, aber zusätzlich hast du angefangen zu erklären warum reduktion etwas gewinnbringendes für lyrik ist, ich sehe jedoch noch nicht, wieso das deine art der reduktion, die ich radikal nennen würde, also das verdichten auf wenige worte, nun mit einschließt, wenn man bedenkt, dass, wie du sagst, zu wenige verfehlen.

                (falls du ausführliche gedanken zu deinen texten möchtest, musst du es sagen.)

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                1. Erstmal: Herzlichsten Dank für deine Mühen und deine intensive Auseinandersetzung… Zeit ist ein kostbares Gut, daher schenkst du mir und meinen Texten ein kleines Vermögen. Danke!!

                  Und nun versuche ich, Ordnung in meine Gedanken zu bringen.
                  Ich versteh die Schwierigkeiten, die du hast in der Annäherung an das Ganze. In einem Blog, einer ganz besonderen Art Öffentlichkeit, entwickeln sich eigene Dynamiken. Und wie du sagst, die volle Bandbreite aus persönlich – fremd – oberflächlich – neutral, etc. steht zur Verfügung.
                  Daher auch mein Erstkommentar: Ich find den Ort für persönliche Statements nur bedingt geeignet. Und so sehe ich auch meine Lyrik. Klar bin das „ich“, sind das Teile von mir, die in den Texten aufscheinen, und dennoch ist es nicht das komplette „Ich“. Da ist immer eine Trennung zwischen Autor und Text, zwischen dem lyrisch Überhöhtem und der Persönlichkeit dahinter.
                  So stimme ich dir zu, wenn du meinst, dass Reduktion oft zu Missverständnissen führt, und eine „ernsthafte Unterhaltung“ unterbindet. Aber ein Lyrikblog ist keine Unterhaltung. Jetzt, in den Kommentaren, sind wir wieder auf eine bilateralen Kommunikationsebene – aber Lyrik, Gedichte, Literatur, das ist sehr eindirektional.

                  Ich persönlich verstehe meine Aufgabe auch nicht, dass der Leser mich „bestmöglich versteht“. Grund meines Agierens ist Kreativität, die gelebt werden will. Wenn die Ver-Dichtung meiner Worte dann nicht so interpretiert wird, wie ich es intendiere, schafft dies die Spannung, die Kunst so reizvoll macht. Für mich, und sicher nicht für jeden Menschen.

                  Du fragst auch, woher ich mein Selbstverständnis nehme, dass sich meine Aussagen durch meine Wortwahl verwässern? Ich arbeite seit nicht wenigen Jahren in diversen Sprechberufen. Berufe, in denen Sprache und Kommunikation die zentrale Rolle spielen. Und somit ist das einfach ein Erfahrungswert, den ich für mich vielfach verifiziert habe. Du hast Recht, die Twittergesellschaft um uns zieht die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen weiter nach unten, das hat jedoch mit meiner persönlichen Motivation zu ver-dichten wenig am Hut.

                  Du schreibst, den Begriff „Kondensation“ findest du falsch, und nein, die einfache Erwähnung verursacht bei mir keine wie auch immer geartete Kettenreaktion. Warum sollte es hier die Kategorien „richtig“ oder „falsch“ eigentlich geben?
                  Und, ja, vermutlich gibt es auch verschiedene Arten von Reduktion, die man im Zuge einer längeren Diskussion klären könnte, bzw. „worüber sich noch reden ließe“, aber – hier schließt sich der Kreis – ist das hier wirklich der richtige Ort dafür?

                  glg, regina

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                  1. „ist das hier wirklich der richtige Ort dafür?“
                    gib mir einen anderen raum und ich werde ihn nutzen.
                    (würde ich mich dir nicht preisgeben wollen, ohne einen schnitt hier zu machen, würde ich einfach den ersten oder diesen kommentar auf nicht öffentlich schalten, sodass alles was folgt nur noch privat einsehbar ist, von meiner seite stehen dir jedoch alle kommunikationswege offen, insofern es gewünscht ist.)
                    ich habs nicht so mit den üblichen grußprozeduren die von vielen erwartet werden, da ich mir jedoch weiterhin ihre geneigtheit zu erhalten wünsche, zeichne ich diesen kommentar, während ich ergebenst einer antwort harre, mit hochachtungsvoller ehrerbietung.

                    ps: ich musste glg googlen, weil es mir fremd war, und ich schätze es.

                    pps: mir ist natürlich nicht entgangen mit welcher sorgfalt diesmal auf groß- und kleinschreibung geachtet wurde.

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