geburt

die enge des kanals
der weite folgt
des schwimmens
bar jeglicher nacktheit
in wasser gehüllt
plötzlich ein wehen
zieht presst drängt
aus einer mutter.becken

nur durch geburt
wird man so fremd
im eignen land

wird kalt, kahl, künstlich
der natürlichkeit ent.ronnen
bleibt ewig auf der suche
nach warmfeuchtem puls
rotschlierigem belicht
und wässrigem geschmack
zwischen den lidern

der lunge entfaltung
mündert doch nur
im ersten schrei

die kälte eines diesseits
lässt zittern uns vorm sterben
weil einmal schon der transfer
gelähmt ent.setzt uns hat
so ent.raum.atisieren wir
von ende bis anfang
genährt von der erinnerung
an liebe irgendwo

doch wirklichkeit macht meist
nur einen spalt
die beine breit

 

Dieser Beitrag entstand ausgehend von dem Impulswort „Anfang“ im Rahmen des projekt*.txt. Mit lieben Grüßen! 😉

 
©http://www.kommvorzone.com

 

 

 

Autor: kommtvor

liebt leben lachen luft lumen lust und loslassen

7 Kommentare zu „geburt“

  1. hej…, noch immer offen für kritik? dann würde ich nur gern bemerkt haben, dasz diese subjekt-prädikat konstruktion (wenn man nicht den satz am anfang zb. über die zeile hinweg und damit total anders lesen soll) etwas, na gut…, -ganz schön- hölzern klingt in einem sonst sehr modernen (gedicht). ich weisz, meister yoda redet auch so, da klingts cool, aber sonst gab es das im deutschen wohl zuletzt vor 200 jahren (in ernsthafter) und naja heute eben immer noch als scheinbar für unerläszlich gehalten in (gelegenheitsdichtung) von amateuren, (dazu ich mich zähle…-) klingt das gut für dich? ich weisz nich warum mir das immer sofort auffällt, irgendeine allergie vermutlich…
    konnt ich mich nicht enthalten dessen, ist ja eigentlich ne ganz einfache sache, den satzbau so zu belassen wie man spricht, keine ahnung warum so eine konstruktion heute noch üblich, notwendig… erscheint. ade…, alles gute.

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    1. nein, das yoda-eske reizt mich gar nicht. 🙂 insofern: die provokation des pedanten?? möglich…
      aber du hast recht, hier ist die lesart ausschlaggebend – und problematisch. ich hätte keine lineare lesart über die zeile hinweg intendiert. daher ist der beginn für mich kein realgrammaikalisches konstrukt, sondern könnte- wenn hier auch schwer umsetzbar – sogar rückwärts gelesen werden. ich persönlich lese die erste zeile als auftakt, dann kommen S und P – und ein genitiv, der das grade begonnene satzkonstrukt in seinen grundzügen wieder vernichtet.
      weshalb mir der hölzerne beginn absolut nicht ins auge gestochen ist. danke herzlich für den input! etwas, was es das nächste mal mitzubedenken gibt!

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  2. gut. danke…, (ich dachte schon…), so wie du es beschreibst hatte ich es auch zuerst gelesen, dann ist -folgen- in dem fall einfach ein (unglücklich passendes) verbum, das dazu verführt 1 & 2. zeile zusammenzulesen…, sonst ist die (rein semeiotische konstruktion) -genial-, wie du immer sagst…, und folgt… wehen… gehn fast von selbst zusammen in ein tolles bild. bin dann nur gestolpert, weil dieses yodading später noch zweimal so auftauchte, bzw. einmal… (läszt zittern uns): da würde ich drei punkte (nur ich typisch…) und ein komma zwischen (hören, sehen, lesen, setzen) und dann nochmal fast bei -entsetzt uns hat-, dort paszt aber meine kritik nicht, das ist eher stil…
    ich hab mich einfach mal zum kritiker wieder aufgeschwungen, hoffe du nimmst das gern so an… wegen genau dieser im kopf stattfindenden lesart beim schreiben habe ich mit den ganzen klammern, strichen, punkten angefangen um so den (atem) etwas zu lenken des lesers, wofür einem ja sonst nur kommata zur verfügung stehen. weil wenn ich ein wort benutzen will, will ich es ja, weil es im zusammenhang für mich sinn ergibt; nur oft transportiert der reine text ja nicht meine -intonation- und wie ich die wörter zusammen denke oder eben getrennt voneinander… okay, das wars… danke für die antwort…

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    1. du hast mein dilemma des moments voll und ganz getroffen.
      ich hab bis dato interpunktion unterschätzt. vielleicht gabs bei mir hin und wieder einen schrägstrich als alternativangebot und manche kommata als atemholer. in letzter zeit hab ich bewusst konsequent darauf verzichtet – und in diesem text damit gebrochen, eben UM gewisse dinge zu emphasieren (gibts da ein Verb dazu? egal, jetzt schon) – und jetzt steh ich am selben punkt (sic!) wie du. dem leser meine intention transparenter zu machen, ist manchmal doch die bessere entscheidung. momentan werden die texte komplexer. und die vielzahl an lesarten nebeneinander verursacht „stilblüten“ wie die von dir gepflückte. danke für die bewusstmachung!!!
      wenn ich die /m-/eindeutigkeit will, sollte ich dem ein (…oder beliebiges unbestimmtes zahlwort… ) zeichen setzen.

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