Froschkönigin

Hast endlich mich
erlöst aus meinem Fluch,
mich beinhart
an die Wand gefickt
ins Bett genagelt
mir meine Froschhaut abgevögelt.

Bin endlich wieder Herrscherin
im eignen Körperkönigreich
nach jahrelangem Abtauchen
auf Gründe dunkler Brunnen
dort zu erfummeln
fremder Prinzen Goldeier.

Hab keine Angst, ich
beschmutze schon nicht
–  plitsch platsch –
deinen Hausstand.

Meine Zunge wird nicht an deiner kleben
mein Finger sich nicht festsaugen an dir
und keine Schwimmhäute spannen sich
zwischen den gespreizten Schenkeln.

Bin endlich wieder frei
zu kommen
und zu gehen wie ich will.

Heinrich, fahr den Wagen vor –
Wir ziehen aus,
Herzen zu sprengen!

 

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